Bäckerei und Konditorei Wilhelm Schulz und Nachfolger Udo Maurer

Wilhelm Schulz, Bäcker- und Konditormeister, hatte in einem halbfertigen Keller (dort wo heute der Eiselebau an der Grevener Landstraße steht) seine erste Bäckerei. Dort hat er nur gebacken. Der Verkauf fand gegenüber statt, im linken Teil des Deutschen Hauses.

Ein Zeitzeuge

"Vor seinem Auszug aus dem Deutschen Haus hat Schulz im dortigen Keller gebacken. Die Backstube lag unter seinem Laden und unter dem Schlafzimmer meiner Eltern. Durch die recht undichte Geschossdecke kamen nicht nur die entsprechenden Backgerüche, die ja noch recht angenehm waren, sondern auch häufig Heimchen, ein Insekt, das sich gern in Backstuben aufhielt und sich von Mehlresten ernährte. Die Tierchen zierpten so laut wie Grillen, was schon unangenehm genug war und dann flogen sie auch noch durch unsere Wohnung. Wenn sie mal wieder überhand nahmen bekamen wir von Wilhelm eine entsprechende chemische Keule, damals sah man diese Dinge noch nicht so kritisch."

Schulz kam aus dem Ruhrgebiet. Dort liefen die Geschäfte nicht so gut. Deshalb kam er mit seiner Frau und den Töchtern nach Reckenfeld. Das war zu Beginn der 1950er Jahre, noch vor dem Jahr 1953.

Ab dem Jahr 1959 gab es durch den Bau einer Backstube (Bäckerei und Konditorei) und eines Ladenlokals mit Cafe einen neuen Standort in der Ortsmitte, Kirchplatz 1.

Jahrelang verkauften Mutter Schulz und beide Töchter Doris und Ursula die Backwaren in diesem Geschäft in der Ortsmitte.

Wer von den Reckenfeldern Brot und Backwaren kaufen wollte, musste viel Zeit mitbringen, denn der Andrang war groß. Backshops gab es noch nicht in Reckenfeld.

Nach dem Tod von Wilhelm Schulz wurde der Betrieb von Rainer Stahlhut geführt, das war Ende der 1960er Jahre, bevor Udo Mauer, der Mann von Ursula, den Betrieb als Inhaber übernahm.

Nach dem Wegzug von Udo Maurer gab es ab 1996 einen Pächter, der ebenfalls Schulz (Thomas) hieß und aus Neuenkirchen kam und dort einen weiteren Betrieb (Bäckerei) führte.

Das Engagement in Reckenfeld war jedoch nicht von langer Dauer. Inzwischen hatten größere Märkte im Ort "eigene" Backshops eröffnet, die u.a. dazu führten, dass Umsatz und Gewinn abfielen, und deshalb war am 1. Januar 2005 Schluss!

Seit dieser Zeit verzeichnen heute (2007) sowohl die Räume der Backstube als auch die des Ladenlokals und das ehemalige Cafes einen Leerstand, und das inmitten des Ortes Reckenfeld!

1959: Neueröffnung.


Leerstand.
1980.

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