Abbruch von Gebäuden aus dem Ersten Weltkrieges sowie von Bauten, die danach entstanden

Besonders durch den Abbruch von Gebäuden in den Blöcken verändert sich Reckenfeld in seinen Grundstrukturen.

Dass es in Reckenfeld verhältnismäßig viele Abbrüche von Gebäuden und Baracken gegeben hat, liegt an der Vorgeschichte dieses Ortes. Die für ein Nahkampfmitteldepot im Ersten Weltkrieg gebauten 208 Munitionsschuppen verfielen nach Ende des Krieges und als die ersten Siedler sich hier wohnlich einrichteten, konnten sie die Materialien der (noch) leerstehenden Schuppen gut gebrauchen. Dadurch verfielen sie immer mehr und mussten zu einem späteren Zeitpunkt - schon aus optischen Gründen - dem Erdboden gleich gemacht werden.

Baracken, ob aus Holz oder Steinen hergestellt, kamen nach Ende des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz, um sie als Notunterkünfte für Reckenfelder Familien einzusetzen, weil polnische DPs ab 1945 in den Blöcken A und B einquartiert wurden.

Dieses Haus an der Schillerstraße wurde als Munitionsschuppen im Depot A im Ersten Weltkrieg gebaut. Die Bezeichnung war A 23. Der Abbruch erfolgte im März 2010.

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März 2010 März 2010

Der Schuppen B 12 wurde zu einem Wohnhaus aus- und umgebaut und im März 2010 abgerissen.

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März 2010 März 2010

Die Aufnahme von dem leerstehenden Haus, Teil des ehemaligen Schuppens A 6, wurde 2001 gemacht. Abgebrochen wurde das Haus jedoch erst im Jahr 2009.

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2009

Die obere Aufnahme stammt aus dem Jahr 1996. Der Schuppen hatte die Nr. 15 im Block A. Drei Jahre später (1999) - und zwar im Juni - wurde das ehemalige Wohnhaus und die Bäckerei der Famlie Merschkötter abgebrochen.

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1996

Hier ist der Beweis: Die Schuppen hatten (allerdings nicht alle) an beiden Seitenwänden jeweils die Nummer stehen! Hier der 30-Meter-Schuppen in A mit der Nummer 46. Der Schupppen wurde zwar gekauft, war aber nie bewohnt. Der Abbruch erfolgte Anfang der 1950er Jahre


Dieser Schuppen A 31 (Besitzer Wagenroth/Dringenberg) musste Platz machen für einen Wohnblock.

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Dieser Schuppen (D 35) im Block D stand schon länger auf der "Abbruch-Liste". Im Dezember Jahr 2012 war es dann soweit.

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Der ehemalige Schuppen B 44 gehörte dem Landwirt Max Grigowski. Er hatte ein besonderes Steckenpferd, und seinen Lebensunterhalt verdiente er mit Schweinen. 2015 wurden (inzwischen waren es mehrere Gebäude) die Bauten dem Erdboden gleichgemacht.

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Im Mai 2007 wurde dieser ehemalige zu einem großen Wohnhaus ausgebaute Schuppen zu einem Teil (ein Fünftel) abgebrochen. Dieses Haus war bis dahin, der einzig vorhandene und ausgebaute 50-Meter-lange Schuppen in Reckenfeld, mit der Depotbezeichung A 25.

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2001 Mai 2007

Über mehrere Monate stand dieses Gebäude unbewohnt herum. Das Haus war ein ehemaliger Schuppen mit der Bezeichnung A 21. Gekauft wurde der Schuppen von der Familie Anton Gauselmann.

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Mai 2007

Dieser Ex-Schuppen (A 22) wurde von der Familie Bohnenkamp in den 1930er Jahren zu einem großen Wohnhaus umgebaut. Später folgen links und rechts Anbauten. Bis dann vor einem kompletten Neubau dieser Gebäudekomplex abgebrochen wurde.

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Der 30-Meter-Schuppen D 46 stand nur noch als Gerippe im Jahr 1986 (Datum des Fotos). Kurze Zeit später war auch er nicht mehr vorhanden.

1986

Der ehemalige Muntionsschuppen (A 6) wurde unterschiedlich genutzt. Auch als polnische Kirche in den Jahren 1945-1950 und später wurde das Gebäude industriell genutzt. Der Abriss und ein kompletter Neubau (Aldi) erfolgten in den 1980 Jahren.

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Es handelt sich hierbei um den 50-Meter-Schuppen C 5, dessen Mittelteil um 1937 abgebrochen wurde, um die Zufahrt/den Zugang zum Block D zu ermöglichen.


Der linke Schuppen war B 26. Seine Breite: 30 Meter. Die Familie Krotofil kaufte einen Teil des Schuppens und wohnte darin. Dieser Teil (Foto) wurde jedoch Mitte der 1960er Jahre abgerissen. Die weiteren Schuppen standen ebenfalls im Block B. Welche Nummern sie hatten, ist nicht mehr bekannt. Die etwas schlechtere Bildqualität hängt damit zusammen, dass sie einem Schmalfilm aus Ende der 1950/1960er Jahren entnommen wurden.

1960er


Zu Depotzeiten existierten mehrere Aborte. Zum Beispiel am Bahnhof, an der heutigen Bahnhofstraße, auf dem Schulhof und teilweise in den Blöcken. Sie wurden zu unterschiedlichen Zeiten abgerissen.

Am Bahnhof. Abbruch: 1960?


Schulhof, evang. Schule, Grevener Straße - Abbruch: Etwa Ende der 1960er Jahre?


Reste des Abortes an der heutigen Bahnhofstraße - Abbruch: Ende der 1930er Jahre?


In Reckenfeld gab es viele Baracken und Behelfsheime aus Holz und Steinen, die meistens wurden als Notunterkünfte genutzt. Eine ganz schwierige Zeit z.B. in den Jahren, als polnische DPs in A und B einquartiert wurden und die Reckenfelder aus ihren Häusern mussten und hier unterkommen konnten.

Aber auch für andere Zwecke wurden Baracken aufgestellt: Die Post z.B. war an der Bahnhofstraße untergebracht. Katholische Priester wohnten vorübergehend in einer Baracke an der Industriestraße etc.

Und dann gab es noch die Steinbaracken an der Gartenstraße, am Moorweg, an der Bahnhofstraße und Grevener Straße.


In den Jahren 1957-1961 wurden von dem evang. Pfarrer Friedrich Esch und "seinen" Jugendlichen Filmaufnahmen mit einer Schmalfilmkamera gemacht. Dabei gelangen auch Aufnahmen, die "hinter den Kulissen" möglich wurden.



Das Haus Marienfried wurde im Ersten Weltkrieg als Verwaltungsgebäude für das Depot B gebaut. Das Gebäude wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrmals baulich verändert. Das Haus wurde im September 2006 dem Erdboden gleichgemacht. Ein neues "Haus Marienfried" wurde auf diesem Gelände gebaut.

Kleines Foto: Das neue Haus Marienfried (2007)

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2001

Die Leichenhalle am Kirchweg wurde am 13. November 1949 eingeweiht. Viel Bürgerengagement trugen zum Bau bei. Durch den Bau einer neuen Totenhalle am Friedhof war die Zeit für einen Abriss gekommen.


Ihre "Zelte" musste die Freilichtbühne am Haus Marienfried abbrechen. Sie fand allerdings ein neues Zuhause bei Leihsing.


Zunächst baute sich die Familie Harrach in Nähe der Industriestraße/Feldweg zur Bahnstrecke ein Baracke (ohne Genehmigung?), daraus wurde dann ein Wohnhaus, bis dann die Fa. Lück mehr Platz für ihre Industrieanlage benötigte. und aus und vorbei: Abbruch!


Toline und Karl Fischer verkauften Kolonialwaren, und als sie mehr Platz dafür haben mussten, bauten sie sich 1934 ein Flachdachgebäude an der Bahnhofstraße. Displaced Persons nahmen ab 1945 das Haus in Anspruch, später folgten ein Lebensmittelladem und eine Gastronomie. Und der Abbruch? Anfang der 1980er Jahre?


Die Tischlerei Röber im Block D musste abgebrochen werden (etwa 1960), weil der Besitzer Hermann Röber verstarb.


Für die ehemalige Drogerie Schweitzer und als Nachfolger das Sparparadies konnte nach monatelangem Leerstand nur noch der Abriss erfolgen.


Die Gaststätte Ernst an der Grevener Landstraße war zu Beginn ihres "Daseins" ein Bierstube, geführt vom Ehepaar Manfred und Lieselotte Ernst.

2016 kam nach längerem Leerstand dann der Abbruch des Gebäudes.


Um 1936 eröffnete der Installationsbetrieb Fritz Patten seinen Betrieb an der Bahnhofstraße. Zwischen Bahnhofstraße und Grüner Grund entstanden nach und nach Fertigungshallen. Diese wurden etwa 2016 abgerissen.


Dieses Haus gehörte der Familie Otte, es wurde etwa Mitte der 1950er Jahre gebaut. Zunächst wohnte die Familie an der Grevener Straße in einem Behelfsheim mit der Nummer 64, das abgebrochen wurde. Der Abriss des Hauses erfolgte wahrscheinlich 2012/2013.

Die polnischen Displaced Persons haben um das Jahr 1945 diese Christusstatue in der Dorfmitte Reckenfelds gebaut. Abgebrochen wurde sie, als die Polen aus dem Ort verschwunden waren, etwa Dezember 1949.


Dieses Gebäude stand seit dem Jahr 1959 in der Ortmitte Reckenfelds und diente als Cafe und Ladenlokal für Brot- und Teigwaren sowie für Konditorenartikel. Wilhelm Schulz betrieb zusammen mit seiner Frau das Geschäft. Der Abbruch des Ladenlokals und Cafes als auch der Backstube erfolgten im Februar 2011

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Abbruch im Februar 2010 Februar 2010
Februar 2010 Februar 2010
Februar 2010 Februar 2010
Februar 2010

In der Ortsmitte wurde in mehreren Schritten das "Haus Kocker" und ein Teil der danebenstehenden Gebäude abgerissen und ein neuer Gebäudekomplex im Jahr 2007 erstellt.

Einige Auszüge aus dem Umbruch:


Und was wurde sonst noch zum Abriss freigegeben? Da kommt einiges zusammen:

Die ehemalige Feuerwache des Depots, in späteren Jahren als Fabrik und Wohnhaus umfunktioniert, wurde 1976 dem Erdboden gleichgemacht.

1976 1976

... und so sah das Gebäude aus:


Das Trafohäuschen für das Depot C (Ecke Weser-/Emsstraße) wurde von dem Besitzer Kersting als Wohnhaus um- und ausgebaut. Im Jahr 1999 musste das Häuschen einem Neubau weichen.

1999

Das Fahrdienstleitergebäude im Nahkampfmitteldepot Hembergen wurde Ende der 1920er Jahre zu einem kleinen Wohnhaus ausgebaut. Mehrere Besitzer konnte das Gebäude verzeichnen. Im Jahr 1960 wurde es abgerissen.

1960

Dieses war das Transformatorenhaus für das Einzeldepot A im Ersten Weltkrieg. Einige Reckenfelder erkannten die zentrale Lage und deshalb wurde es auch schon in den 1930er Jahren bis zum Abbruch im Jahr 1961/62 genutzt.

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Einen ganz besonderen Platz zum Thema "Abbruch" nehmen die ehemaligen Wasserbehälter des Depots ein. In ihnen lagerte das notwendige Löschwasser. Als erste Maßnahme nach Ende des Zweiten Weltkrieges ließen die Engländer, diejenigen Wasserbehälter sprengen, die noch so (leer, und unbenutzt ) herumstanden. Nach der Sprengung im Jahr 1948 wurden sie dann von den Reckenfelder Besitzern abgebrochen.


Das Reckenfelder Bahnhofsgebäude durchlebte eine wechselvolle Geschichte: Mehrmals wurde das Gebäude umgebaut, bombardiert, abgerissen und nun fällt es hier endgültig dem Bagger zum Opfer. Ein anderes bzw. neues Gebäude wurde nach dem letzten Abriss nicht mehr gebaut. Der Abriss erfolgte 1993. Nur noch der Güterschuppen blieb stehen. Aber auch er wurde einige Zeit "platt" gemacht.

1980er


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