Kriegsgefangenenlager im Depot

Kriegsgefangene wurden schon zu Beginn des Jahres 1917 bei Arbeiten im Depot eingesetzt. Sie konnten von den Arbeitgebern bei Bedarf angefordert werden und wurden mit dem Zug hin- und hergekarrt. Sie stammten alle aus dem Kriegsgefangenenlager II in Münster, an der Rennbahn (die Rennbahn lag an der heutigen Hammer Straße in der Nähe von Berg Fiedel).

Ein Gefangenen-Arbeitslager vor Ort zu haben, hatte wesentliche Vorteile: Einer davon war, die Transporte der Gefangenen fielen weg, diese Zeit konnte für den Arbeitseinsatz genutzt werden.

Also wurde im Depot ein Gefangenenlager mit acht Baracken gebaut, drei davon waren reine Aufenthalts- und Schlafbaracken. In diesen wohnten zwischen 240 und 290 Gefangene aus verschiedenen Nationen.

"Das Gefangenenlager hatte énaturgemäß' alles, was zur Unterbringung einer großen Zahl von Menschen gehört, vor allen Dingen richtige beheizbare und beleuchtete Wohnräume", schreibt das Reichsverkehrsministerium am 11.5.1920.

Zwischen 25 und 31 Wachtleute kontrollierten das Verhalten der Gefangenen in einem eingezäunten Gelände. Das Arbeitslager stand an der heutigen Industriestraße auf dem Gelände der Firma Fricke GmbH & Co. KG.


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